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LINBIT verbindet strategisches und taktisches Monitoring Salinen AG setzt auf Nagios 3 und unterstützt Open Source Community

Branche: Andere Branche
Ausgeführt durch LINBIT HA-Solutions GmbH

<font size="2"><font face="Arial, sans-serif">Die Salinen und das Salzkammergut sind historisch seit Jahrhunderten verflochten, doch die Geschichte der Salinen Austria als modern geführte Industriebetrieb am Standort Ebensee ist erst gut 30 Jahre alt. Im Jahr 2007 hat die Salinen Austria AG rund 100 Mio. Euro in den Ausbau der Produktionskapazität investiert und die Jahreskapazität damit von 800.000 auf 1,1 Mio. Tonnen Salz erhöht. Unterstützt wird das Management von einer innovativen IT-Abteilung, die schon früh auf Open Source Lösungen gesetzt hat.

HERAUSFORDERUNG: Die IT-Landschaft - 370 Hosts und 2.200 Services – wurde bislang von einem Monitoringsystem auf Basis von Nagios 1 unter Beobachtung gehalten. Da dieses System veraltet und schwer wartbar geworden ist, musste das Monitoring-Tool auf Basis von Nagios 3 neu entwickelt und installiert werden. Ein Schwachpunkt des alten Systems lag darin, dass für taktisches und strategisches Monitoring unterschiedliche Tools verwendet wurden, wodurch sich der Konfigurationsaufwand vervielfacht hat. Die Salinen AG hat daher nach einer integrierten Lösung gesucht, die auch zur Performance-Auswertung geeignet ist.

LÖSUNG: Üblicher Weise wird Nagios auch in der Version 3 nur für taktisches Monitoring eingesetzt. Für strategisches Monitoring müssen andere Tools integriert und angepasst werden, was den Konfigurationsaufwand deutlich erhöht. Philipp Richter, Leiter System Engineering bei LINBIT, hat deshalb die verfügbaren OSS Tools erweitert und zusammengeführt. Beim strategischen Monitoring geht es nicht nur um Zustandsdaten (ein oder aus), sondern auch um dynamische Werte (wie hoch ist die Auslastung?). Deshalb liefern alle von LINBIT entwickelten Check Scripts nicht nur statische Daten, sondern auch Performancedaten. Für die bessere Skalierbarkeit der integrierten Lösung hat Richter eine Reihe SNMP-fähiger Plug-Ins geschrieben. „Die meisten Nagios-Systeme verwenden NRPE um Check Scripts auf Clienthosts auszuführen, aber wir verwenden SNMP (Simple Network Management Protokoll), weil dieses Protokoll standardisiert ist und daher von jedem Switch erkannt wird“, erklärt Richter.

LINBIT hat eine auch Reihe SNMP-fähiger Plug-Ins entwickelt, die das Monitoring aller wichtigen Parameter der bei den Salinen eingesetzten HP Server und Switches ermöglicht. Damit wurde der HP Insight Manager in das Monitoring-System integriert. Weiters ermöglicht ein neues Interface Check Plugin das Monitoring der Verfügbarkeit und des Durchsatzes eines oder mehrerer Netzwerkinterfaces per SNMP. Das neue Diskspace Check Plugin wurde für das Monitoring des Füllstandes eines oder mehrerer Laufwerke (Mountpoints) per SNMP entwickelt. Weiters wurden ein Syslog- sowie Script-Receiver integriert, der das Monitoring von asynchronen Events ermöglicht.

„Unsere Check Scripts sind so konzipiert, dass in der Nagios-Konfiguration wenig angepasst werden muss und vieles automatisch erkannt wird. Das ist auch ein Vorteil von SNMP, das Protokoll erkennt automatisch, wenn etwas Neues dazukommt. Außerdem unterstützen unsere Check Scripts das Overwriting, damit kann man jederzeit Schwellenwerte neu definieren ohne dass man das System danach neu starten muss“, erläutert Philipp Richter grundlegenden Überlegungen zur Entwicklung des Monitoringsystems für die Salinen AG.

Für die Verwaltung der Bereitschaftspläne hat LINBIT den webbasierten Notification Manager NoMa von Netways integriert. Damit kann der Administrator die Methode der Alarmierung (SMS, Anruf, E-Mail), sowie die Eskalationen im Webfrontend konfigurieren. Die Auswahl der Bereitschaftsdienste erfolgt per Checkbox in einer Kalenderansicht des ausgewählten Monats. Die Alarmierung erfolgt über Internet und im Backup-Fall über GSM – damit wurde die Ausfallsicherheit erhöht und gleichzeitig wurden damit die Kosten reduziert.

Anders als bisher kann die Salinen AG Statistikdaten für das strategische Monitoring nun direkt in Nagios sammeln und mit Hilfe der Zusatzsoftware Nagios PNP in einer Datenbank speichern, sowie grafisch darstellen. Damit erfolgt die Konfiguration des Monitoringsystems nur mehr an einer Stelle. Die Entwicklungen von LINBIT sorgen für die nahtlose Integration und tragen so zur Optimierung des Workflows bei. Zur ansprechenden grafischen Aufbereitung von Abläufen dient die Software NagVis. Für die tabellarische Darstellung der Daten hat LINBIT eigene Scripts geschrieben. Damit werden die technischen Darstellungen mit Zusatzinformationen auf der Zeit- und Wertachse verknüpft, die für das Management von Relevanz sind. Die Daten können so auch in Excel-Sheets übernommen werden.

Wo LINBIT drauf steht ist Hochverfügbarkeit drin. Deshalb wurde auch eine zweite Nagios-Instanz installiert, damit ein Ausfall des Nagios Servers erkannt und entsprechende Aktionen eingeleitet werden können. Das ist zwar kein vollständiger Cluster, bei dem sich zwei Systeme gegenseitig monitoren, und ein Server übernimmt wenn der andere ausfällt. Aber es gibt immerhin ein schlankes Zweitsystem, das Alarm schlägt, wenn das Hauptsystem ausfällt. Zufrieden zeigen sich auch Ing. Andreas Feichtinger, IT Systems Engineer und Ing. Peter Rieder, IT System Engineer der Salinen AG, mit der Arbeit des Entwicklerteams von LINBIT: „Wir machen so viel wie möglich unter Linux und arbeiten daher schon viele Jahre mit LINBIT zusammen. Auch bei der Neuentwicklung des Monitoringsystems war von Anfang an klar, mit wem wir das umsetzen werden, denn wir sind gewohnt, von LINBIT nur das Beste zu bekommen. Da LINBIT die für uns entwickelten Plug-Ins und Check Scripts freigeben wird, können wir mit diesem Auftrag auch die Open Source Community unterstützen.“</font></font>


Letzte Aktualisierung: 24.07.2015  -  Anzahl Ansichten seit dem 01. April 2013: 702
Erstellt: 24.01.2014

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DRBD
Nagios



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