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Utilisateur OSS:
Stadtverwaltung München

Site web:
www.muenchen.de/rathaus/home.html

Description:

Die Stadtverwaltung München ist die kommunale Selbstverwaltung der bayerischen Landeshauptstadt München. Sie ist die größte Stadtverwaltung in Deutschland (in Berlin und Hamburg als Stadtstaaten sind staatliche und gemeindliche Tätigkeit nicht getrennt) und beschäftigt unmittelbar über 33.000 Mitarbeiter.

LibreOffice bei der it@M der Stadtverwaltung München

Domaine d'activité: Administration publique : administrations communales

Die it@M ist ein Eigenbetrieb der Stadt München mit dem Auftrag, für eine funktionierende und leistungsfähige IT-Infrastruktur bei seinen Kunden zu sorgen. Für die Stadtverwaltung München nahm it@M den Wechsel von Open Office Version Apache zu LibreOffice vor. Die nachfolgende Beschreibung umfasst diesen Einsatz von LibreOffice im Detail.

Ausgangslage:

Nach der Anwendung von Open Office Version von Apache galt es im Jahr 2012 ein neues Standardprogramm auszuwählen. Microsoft Office stellte dafür keine Option dar. Microsoft Office stand bereits im Einsatz, wird jedoch lediglich bei Fachverfahren, beim Dokumentenaustausch mit externen Partner, sowie bei dem gemeinsamen Erstellen von Dokumenten eingesetzt. Zur Auswahl eines geeigneten Office wurde eine Liste von Anforderungen definiert. Diese umfasste die Möglichkeit eines kommerziellen Supports, gute Zusammenarbeit mit der Community, eine General Public License, ein geringer Schulungsaufwand, eine hohe Interoperabilität zu Microsoft Office Produkten. Das Vorhandensein einer API-Schnittstelle, einer Makro Unterstützung und eines Qbuntu calculators war ebenfalls Voraussetzung. Wollmux (Vorlagensystem) musste ohne grössere Anpassungen lauffähig sein. Weiter sollte das Projekt an Kontributoren der Community übertragbar sein, so dass eine Reaktionszeit auf Security Bugs lediglich ein bis zwei Wochen dauern.

Umsetzung:

Seit 2012 setzt die Stadt München in der ganzen Stadtverwaltung LibreOffice ein. LibreOffice findet sowohl auf dem Server, als auch auf dem Client Anwendung. Die Umstellung war 2016 immer noch im Gange, jedoch kurz vor dem Abschluss. Die Stadt hat weitere Open Source Softwares im Einsatz, beispielsweise für die geografischen Informationssysteme. Zudem läuft Apache auf dem Server, und Programme wie Firefox oder Thunderbird sind auf dem Linux Client im Einsatz.

Ein zentraler Dienstleister stellt die LibreOffice Version zur Verfügung. Für die Migration auf LibreOffice waren die Abteilungen selber verantwortlich. Es gab dazu ein kurzes Handout mit den wichtigsten Informationen. Auf eine grosse Schulung wurde verzichtet, da es bereits eine aufwändigere Schulung bei der Umstellung auf Open Office gab. Es wurden lediglich kleine Schulungen durchgeführt. Dabei handelte es sich meistens um Klassenkopf- oder Onlineschulungen welche ungefähr einen Tag dauerten.

Für das Pflegen und Aktualisieren der Schnittstellen mit dem Wollmux Programm wurden zwei Mitarbeiter Vollzeit angestellt. Weiter wurden bisher alle Probleme der It@M gemeldet, welche diese priorisierte und den verantwortlichen Entwickler zuteilte. Für den internen Support wurde zusätzlich eine Mitarbeiterin für das Testen der neuen Version zuständig und für den externen Support wurden Rahmenverträge mit einem Dienstleister abgeschlossen. Bei Sicherheitsrelevanten Bugs wurde eine Reaktionszeit von 48 Stunden vereinbart.

Die Stadt München nutzt die Community sehr aktiv. Der Internet relay chat (IRC) wird täglich überwacht, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Jeden Donnerstag wird am Engineering Steering Committee-Call teilgenommen, dabei werden über wichtige Entscheidungen bei der Entwicklung von LibreOffice gesprochen. Im Advisory Board sitzt jeweils ein Mitarbeiter von LibreOffice und vertritt die Stadt. It@M nimmt an den jährlichen Konferenzen teil und folgt allen Kanälen der Community. Aktiv an Problemen wird dann mitgearbeitet, wenn Funktionen betroffen sind, welche selber genutzt werden. Diese Lösungen werden der Community zur Verfügung gestellt.

Aktuell ist die LibreOffice Version 4.16 in Betrieb, an welcher signifikante Anpassungen vorgenommen wurden. Dabei wurde versucht, dass sich die Nutzer an die Upstream Version von LibreOffice halten. Es wurden auch eigene Patches geschrieben, um Sonderfälle abzudecken. Diese Patches werden auch der Community zur Verfügung gestellt. Da diese sehr spezifisch sind, werden sie nicht aktiv weitergegeben. Als Beispiel dafür lässt sich das Deaktivieren der Update Buttons, um schädliche Extensions zu vermeiden, erwähnen. Für den externen Austausch von Dokumenten steht ein Terminal mit Microsoft Office zu Verfügung, bei Problemen mit LibreOffice kann darauf ausgewichen werden. Usability Probleme entstanden beim Umstellen nicht.

Zielerreichung:

Das ODF war bereits bekannt und somit bereitete der Wechsel von Open Office zu LibreOffice wenig Probleme bei der Datenintegration.
 Eine grosse Herausforderung stellte die Anpassung der Makros an neue LibreOffice Versionen dar, insbesondere bei veränderten Schnittstellen. Die Kompatibilität der Doc-Formate von LibreOffice bereitete wiederum keine grossen Probleme.

Die aktive Community, gute Response-Zeiten und die aktive Mitgestaltung stellen für LibreOffice Pluspunkte dar. Einzig in Bezug auf die Performance bei spezifischen Anwendungen gibt es noch Verbesserungspotenzial. z.B. dauern Seriendrucke, bei grossen Datensätzen sehr lange. Es sind meist Anwendungen, welche für die meisten Nutzer unwichtig, jedoch für eine Stadtverwaltung zentral sind. Solche Performance Probleme versucht die Entwickler-Community so gut wie möglich zu lösen.

Eine Aussage zu den Kosten ist schwierig zu machen. Lizenzkosten konnten zwar gespart werden, aber der Aufwand für die Anpassungen von LibreOffice an die eigenen Bedürfnisse durch Entwickler und Tester ist sehr gross.


Fazit:

Die Stadt München zieht eine positive Bilanz aus dem Wechsel zu LibreOffice hin und ist mit ihrer Wahl zufrieden.


Dernière actualisation: 27.08.2017  -  Nombre de vues depuis le 01. avril 2013: 283
Erstellt: 11.08.2017

Produits OSS utilisés:

Apache OpenOffice (AOO)
LibreOffice
Linux
Mozilla Firefox
Mozilla Thunderbird
Wollmux



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