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Neues Buch "Open Source und Schule" publiziert

12.08.2015 | von Sebastian Seitz (Hrsg.)

Das neue, sehr lesenswerte Buch "Open Source und Schule" mit knapp 130 Seiten ist kostenlos zum Download bereit.

Der Titel des Buches ist Programm: Wie kann es gelingen, freie Software an Schulen und Hochschulen flächendeckend zu verankern? Welche Voraussetzungen braucht es, welche Hürden gilt es zu überwinden und welche Vorteile bringt der Einsatz freier Software gegenüber proprietären Produkten? Offen und praxisnah antworten auf diese und weitere Fragen acht Bildungspraktiker/innen aus ganz unterschiedlichen Kontexten. „Das Buch richtet sich dabei, auch wenn es sich eigentlich um ein technisches Thema handelt, nicht an Techniker, sondern an Personen, deren Thema die Pädagogik ist.“ (vi).

Sebastian Seitz, Projektmanager für Open Educational Resources bei der Technologiestiftung Berlin, ist der Herausgeber des frei verfügbaren Buches. Er hat für sein Projekt Autor/innen versammelt, die sich an Schulen, Hochschulen, in der Weiterbildung und Bildungsadministration erfolgreich mit der Idee durchgesetzt haben, freie Software einzusetzen.
In drei Abschnitten, gegliedert nach den Ursprüngen ihrer Erfahrungen schildern sie Bedingungen, Herausforderungen und Resultate der Einführung und Verwendung von Open Source Produkten in der Bildung. Im ersten Abschnitt berichten Melanie Richter (Lehrerin in Kiel) und Frank Poetsch-Heffter (Lehrer in Lübeck) aus ihrer Praxis als Lehrer/in an allgemeinbildenden Schulen. Sie schildern den Anwendungsalltag und didaktischen Konsequenzen, die sich auch der Nutzung von Open Source Software ergeben, aber auch die Herausforderungen, denen sich das Kollegium stellen muss. Im zweiten Teil des Buches, der „Aus- und Weiterbildung“ überschrieben ist, nehmen Wolf-Dieter Zimmermann (ehemaliger Lehrerseminarleiter in NRW), Prof. Dr. Isabel Zorn (Professorin an der FH Köln) und Daniel Rohde-Karge (Lehrer und ehemaliger Mitarbeite am Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung in Niedersachsen) die Perspektiven der Lehreraus- und Weiterbildung ein. Im dritten Teil des Buches, das „Administration“ überschrieben ist, öffnet sich die Perspektive auf das Schweizer Projekt zur Einführung eines „Lernstick“, vorgestellt von Dr. Ronny Standtke (FH Nordwestschweiz), grundsätzliche Überlegungen von Daniel Seitz zum Veränderungspotenzial, das Open Souce-Software in Schule bringen kann und schließlich einem Interview mit Michael Wilmes (TU Berlin) zum Zusammenhang von Infrastruktur und Bildungsprozessen.

Die Beiträge eint ein realistischer Blick auf Open Source Software als eine mögliche Antwort auf den finanziellen Mangel an Schulen. Des weiteren betonen die Autor/innen die Möglichkeit, durch den Einsatz von Open Source der Forderung nach der Öffnung von Bildungsprozessen nachzukommen: „Inklusion und Partizipation werden unterlaufen, wenn als Eintrittskarte hohe Ausgaben für spezische Software verlangt werden. Im Sinne der Inklusion von Menschen mit besonderen Bedürfnissen (behinderte Menschen und andere) ist Barrierefreiheit bei der Nutzung von Hard- und Software notwendig, bei offenem Quellcode sind hier Erweiterungen machbar, bei proprietärer geschützter Software ist dies nicht möglich.“ (63). Hinzu kommt, dass durch das Erleben von Alternativen zu proprietärer Software Horizonte erweitert und Bildung zugänglicher werde.

Sebastian Seitz (Hrsg.)(2015): Open Source und Schule – warum Bildung Offenheit braucht. Liberio, Berlin, ISBN (digital):  978-3-86373-034-5, ISBN (Print): 978-3-86373-035-2 (noch nicht erschienen)

Das Buch ist unter der Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht und als kostenfreier Download erhältlich in verschiedenen Formaten:

PDF (6 MB)
EPUB (ca. 600 KB)
TeX (13 MB)

Kostenpflichtig bei:
Amazon (0,99€)
iTunes (0,99€)



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