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OSS Nutzer:
Kanton Glarus

Website:
www.geo.gl.ch

QGIS beim Kanton Glarus

Branche: Verwaltung: Kantonsverwaltung

 

Der Kanton Glarus hat im Sommer 2011 mit QGIS Version 1.7 Wroclaw zu arbeiten begonnen und setzt seit drei Jahren “QGIS Enterprise“ (Version 15.03) als professionelle Lösung inklusive Wartung und Support ein. Der QGIS-Desktop läuft unter dem Betriebssystem Windows 7 (im Jahr 2017 ist geplant auf Windows 10 umzustellen), der QGIS-Server läuft unter Ubuntu 14.04. Die Sourcepole AG hat für die gemeinsame Waldbewirtschaftung von Kanton und kom-munalen Forstbetrieben eine umfangreiche, komplexe Datenbank-/QGIS-Anwendung aufgebaut und wartet diese seither. Des Weiteren wurde in Zusammenarbeit mit der Standortförderung eine Anwendung „Bauland-Datenbank“ entwickelt.

Einzig im technischen Bereich (Netzwerk) ergaben sich Herausforderungen im Zusammenspiel mit der kantonalen Datenbank-Infrastruktur, da die Gemeinden über eine Terminal-Lösung ihres Dienstleisters arbeiten müssen. Gleichzeitig mit der Einführung von QGIS wurde PostgreSQL/PostGIS als zentrale Datenbank neu eingeführt und aufgebaut, was Hand in Hand bestens funktioniert. Bei Bedarf wurden/werden die Mitarbeitende in QGIS-Kurse geschickt. Die Entscheidung pro QGIS wurde stark beeinflusst durch die Tatsache, dass es sich dabei um ein OSS-Produkt handelt und im Jahr 2011 waren keine anderen zu QGIS gleichwertigen OSS-Produkte verfügbar. Weitere Gründe pro QGIS waren einerseits die zum richtigen Zeitpunkt (2011) erlangte Funktionalität und gleichwertige Reife von QGIS zur Ablösung der MapInfo-Anwendungen, andererseits die Einsparung von Steuergelder aufgrund des Wegfalls von Lizenzkosten.

Gegen Ende 2016/Anfang 2017 wird voraussichtlich im Rahmen der Metadaten- und Historisierungslösung ein Plugin entwickelt welches die Datennutzung für die GIS-Anwender/Innen vereinfacht.

Problemstellung:

Die „Energieförderung“ des Kantons Glarus soll Massnahmen unterstützen, welche die Energieeffizienz von Gebäuden steigern, wie z.B. Sonnenenergienutzung oder nachträgliche Fassadenisolationen. Bisher wurde die „Energieförderung“ mittels Excel-Listen bewirtschaftet, deren Nachführung einerseits mühsam ist und andererseits können dabei viele Informationen, welche andernorts verfügbar sind, nicht abgeglichen werden.

Zielsetzung:

Die Datenbewirtschaftung der „Energieförderung“ soll künftig einfach und zuverlässig erfolgen und es sollen GIS-basierte Auswertungen von Massnahmen an Gebäuden, welche die Energieeffizienz steigern, erleichtert bzw. unterstützt werden.

Planung:

Das Projekt wurde unter Leitung der Abteilung Umweltschutz und Energie des Kantons Glarus mit Involvierung der Fachstelle Geoinformation initiiert und umgesetzt.

Als Datengrundlage sollen das SWISSIMAGE Orthofoto der Swisstopo sowie Rasterkarten aus der amtlichen Vermessung verwendet werden. Die Gebäudeflächen aus der amtlichen Vermessung dienen als wichtige Datengrundlage da Energieförderungs-Massnahmen an den Gebäuden stattfinden. Auch ein Web-basiertes Formular zur einfachen Datenerfassung soll entwickelt werden.

Umsetzung/Implementierung:

Nach Vorgabe des Geoinformationsgesetzes wurden alle konzeptionellen Datenmodelle mit Hilfe von UML/INTERLIS definiert. Mit dem Datenmodell wurden alle Objekte, ihre Eigenschaften und Beziehungen untereinander definiert und ausführlich dokumentiert. Zunächst wurde ein konzeptionelles Datenmodel definiert und mit Hilfe des generischen Schnittstellenwerkzeugs ili2pg (http:/www.eisenhutinformatik.ch/interlis) in PostGIS implementiert. Danach wurden vorhandene Gebäudeinformationen aus der amtlichen Vermessung übernommen und Kataloge für die Gebäudekategorien und für die Massnahmen erfasst. Die Energieförderungsmassnahmen wurden durch die zuständige Fachstelle erfasst und mit dem zugehörigen Gebäude verortet. Das Resultat kann anschliessend in QGIS visualisiert werden. Mit Hilfe eines Entwicklers wurde eine PHP-Anwendung realisiert, welche das Datenmodell als Web-basiertes Formular implementiert und so eine einfache Datenbearbeitung ermöglicht. Die Bearbeitung der Daten kann somit entweder geografisch in Form eines QGIS-Projekts oder rein Web-basierend in Form einer PHP-Anwendung erfolgen.

Zielerreichung:

Diese QGIS-Anwendung betrifft nur eine Fachstelle und wird von rund 15 Personen genutzt. Die Implementierung des Datenmodells mittels einer PHP-Anwendung als Alternative zur GIS-gestützten Bearbeitung mit QGIS hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Immer mehr andere Fachstellen sehen die Vorteile der Web-basierten gegenüber der rein GIS-basierten Datenerfassung darin, dass auch GIS-fernes Personal Daten im GIS-Bereich erfassen können. Die Möglichkeiten von QGIS stehen den Fachstellen dennoch vollständig offen. Es wurde festgestellt, dass sowohl bei QGIS als auch bei PostGIS relativ einfach mit anderen Programmierschnittstellen interagiert werden kann. Somit können dank der OS-Philosophie spezialisierte Lösungen rasch und mit verhältnismässig wenig Aufwand realisiert werden.

 

Ansprechpartner:

Dr. Sc. ETH Peter Staub (Geomatik-Ingenieur), Leiter der Fachstelle Geoinformation

Abteilung Raumentwicklung und Geoinformation

Departement Bau und Umwelt des Kantons Glarus

Peter.Staub@gl.ch

www.geo.gl.ch | @GL_Geoportal

 


Letzte Aktualisierung: 28.11.2016  -  Anzahl Ansichten seit dem 01. April 2013: 275
Erstellt: 28.11.2016

Eingesetzte OSS Produkte:

PostGIS
PostgreSQL
QGIS Enterprise



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